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EU-7-Norm 2027: Was Diesel-Fahrer jetzt strategisch tun sollten
Die EU-7-Norm 2027 verschaerft die Emissions-Grenzwerte deutlich. Welche Diesel jetzt verkauft werden sollten, welche bleiben koennen.
Was bringt die EU-7-Norm 2027 wirklich?
Die EU-7-Norm tritt ab Juli 2027 fuer neu zugelassene Fahrzeuge in Kraft und verschaerft die Stickoxid-Grenzwerte um 35 % gegenueber Euro 6d. Selbst wenn Bestandsfahrzeuge nicht direkt betroffen sind, antizipiert der Markt schon heute: aeltere Diesel verlieren beschleunigt an Wert.
Wer ist von beschleunigtem Wertverlust betroffen?
- Euro 6d (ab 2020): nicht direkt betroffen, Wertkurve stabil. Verkauf 2026 vs. 2028: -25-32 % Wertverlust insgesamt.
- Euro 6c (2017-2019): leicht erhoehte Wertkurve. -32-40 % Wertverlust bis Ende 2028.
- Euro 6b (2014-2016): kritisch. -40-55 % Wertverlust. Sofortverkauf empfohlen.
- Euro 5 und aelter: kaum noch im Inlandsmarkt verkaeuflich. Export-Aufkaeufer zahlen 30-50 % des Inlands-Restwerts.
Konkrete Marktwerte (Q2/2026)
Ein BMW 320d xDrive Touring (Bj. 2018, Euro 6c, 110.000 km) ist heute 18.500 EUR wert. Prognose Ende 2027: 12.500 EUR (-32 %). Wer jetzt verkauft, sichert 6.000 EUR. Ein Mercedes E220d (Bj. 2016, Euro 6b, 130.000 km) verliert noch dramatischer: 13.500 EUR heute, 7.500 EUR Ende 2027 (-44 %).
Was nicht hilft
Hardware-Nachruestung kostet 4.500-6.500 EUR pro Fahrzeug und bringt im Markt typisch nur 800-1.500 EUR Wertaufschlag. Wirtschaftlich nur sinnvoll fuer Vielfahrer mit Fahrzeug unter 5 Jahren.
Welche Diesel bleiben attraktiv?
Premium-Diesel mit Allrad (Audi Q5/Q7 TDI quattro, BMW X3/X5 xDrive 30d, Mercedes GLC 300d 4MATIC) bleiben dank gewerblicher Vielfahrer-Nachfrage robust. Auch Mercedes-Sprinter, VW T6 und andere Diesel-Nutzfahrzeuge.